Hallenkreismeisterschaften Kreis Segeberg
Kreissporthalle Bad Segeberg
4.Januar 2003

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Trotz Terminproblemen wollte der KLV Segeberg den Athleten kurz vor den Landesmeisterschaften die Gelegenheit zur Formüberprüfung geben und so fanden die landesoffenen Kreismeisterschaften des KLV Segeberg in diesem Jahr in den Weihnachtsferien statt. Trotz dieser ungünstigen Voraussetzungen und der winterlichen Straßenverhältnisse fanden ca. 75 Leichtathleten aus dem ganzen Land in die Segeberger Kreissporthalle.

Der THW war mit insgesamt acht Athleten am Start.
"Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit den Ergebnissen. In vielen Fällen wurden wieder neue persönliche Hallenbestleistungen aufgestellt, die auch häufig über den Freiluftleistungen lagen.
Die erwarteten Schwierigkeiten im Weitsprung durch den Wegfall der Zone bei Linda und Annika sind zwar eingetreten, aber die Stabilität, den Balken zu treffen, wird sich sicher demnächst einstellen. Für mich immer wieder überraschend die Leistungen von Jan"
äußerte sich Volker Gröning zufrieden.

In der Tat sorgte der Mehrkämpfer mal wieder für Erstaunen.  Jan, der nach einer Trainings- und Wettkampfpause nach eigenem Bekunden "mal wieder mehr machen will", stellte zum wiederholten Male sein Talent unter Beweis und wartete mit einer tollen Erfolgsbilanz auf. Vier Starts drei Siege, dabei zwei neue persönliche Bestleistungen, so lautet die Ausbeute für den stets gut gelaunten A-Jugendlichen. Sein größter Coup gelang ihm im Hochsprung, wo er mit neuer persönlicher Bestleistung von 1,85m höher sprang, als seine Vereinskameraden Torben Reichstein und Ralf Mohr. Die beiden Hochsprung-Spezialisten blieben jeweils bei 1,75m hängen. Hoffentlich bleiben Gesundheit und Spaß am Training erhalten, sodass Jan in der kommenden Saison für weitere Überraschungen sorgen kann.

Gute Leistungen gab es auch in den anderen Altersklassen. So steigert Linda Flöthe ihre Kugelstoßleistung auf 10,57m und egalisierte im Hochsprung ihre Freiluftbestmarke. Annika Gröning steigerte sich im Hochsprung auf 1,38m und verbesserte sich auch im Sprint und im Kugelstoßen. Yannicka Kappelmann stieß die Kugel zum erste Mal über 10m und gewann den Wettbewerb. Hendrik Schwarz erreichte im Hochsprung und im Kugelstoßen neue Bestleistungen und belegte jeweils den fünften Platz. Im Kugelstoßen verbesserte er sich um mehr als einen Meter und im Hochsprung scheiterte er knapp an 1,40m.

THW Ergebnisse
Weitsprung AK Leistung Platz Bemerkung
Kokott, Jan Patrick MJA 6,20 1
Gröning, Julian MJB 5,74 3 PB
Gröning, Annika W14 4,69 2
Flöthe, Linda W14 4,47 4
Kappelmann, Yannicka W15 4,13 5
50m AK Leistung Platz Bemerkung
Flöthe, Linda W14 7,31 2 EL
Gröning, Annika W14 7,56 VL, PB
Kappelmann, Yannicka W15 7,69 VL
Gröning, Julian MJB 6,78 4 EL, PB
Kokott, Jan Patrick MJA 6,37 1 EL
Hochsprung AK Leistung Platz Bemerkung
Gröning, Annika W14 1,38 5 PB
Flöthe, Linda W14 1,38 6 PB
Schwarz, Hendrik M15 1,35 5 PB
Gröning, Julian MJB 1,75 1 PB
Kokott, Jan Patrick MJA 1,85 2 PB
Reichstein, Torben MJA 1,75 3
Mohr, Ralf M 1,75 1
Kugelstoß 3kg AK Leistung Platz Bemerkung
Flöthe, Linda W14 10,57 1 PB
Gröning, Annika W14 9,30 3 PB
Kappelmann, Yannicka W15 10,04 1 PB
Kugelstoß 4kg AK Leistung Platz Bemerkung
Schwarz, Hendrik M15 8,98 5 PB
Kugelstoß 5kg AK Leistung Platz Bemerkung
Gröning, Julian MJB 11,49 1 PB
Kugelstoß 6,0 kg AK Leistung Platz Bemerkung
Kokott, Jan Patrick MJA 12,07 1 PB

 

Alle Ergebnisse gibt es beim SC Rönnau 74

 

Julian Gröning schraubte seine Hochsprungleistung auf die neue Bestmarke von 1,75m. Auch in allen anderen Disziplinen konnte er sich verbessern. Er gewann den Hochsprung und das Kugelstoßen der männliche B-Jugend.

Aber es gab auch kleine Rückschläge: so bereitete der Weitprung den frisch gebackenen A-Schülerinnen erhebliche Probleme. In der neuen Alterklasse gibt es keine Absprungzone mehr, das resultierte in zahlreichen Übertritten und vielen verschenkten Zentimetern. Aber dies betraf nicht nur Volkers Schützlinge. So wird bei den kommenden Landesmeisterschaften auch entscheidend sein, wer das "Brett am ehesten aus dem Kopf bekommt"; denn dass sie den Balken treffen können, habe alle Athletinnen schon bewiesen.
Auch im Sprint musste Linda erfahren, dass es nicht immer nur aufwärts geht. Sie blieb über den Zeiten, die sie noch kurz vor Weihnachten in Malente erzielt hatte. Hier spielt sicher auch die wenig sportliche Weihnachts- und Silversterzeit eine Rolle. Yannicka scheinen die 50 Meter sogar etwas zu lang zu sein, gleichwohl kam sie in den Bereich ihrer Bestleistung.

Auf Grund der teilweise geringen Startfelder gelang es den Veranstaltern den Zeitplan zu staffen und dafür zu sorgen, dass alle Beteiligten früher nach Hause kamen als vorgesehen, eine Seltenheit bei Leichtathletikveranstaltungen. Hätten einige   Kampfrichter/Kampfrichterinnen noch etwas mehr Freundlichkeit an den Tag gelegt, gäbe es an der ersten Veranstaltung der Hallensaison überhaupt nichts auszusetzen.

Der Wettkampf hat Stärken und Schwächen aufgezeigt und somit seine Funktion als Test erfüllt. Wir können gespannt sein, ob es am kommenden Wochenende gelingt, die heute gezeigten Leistungen zu bestätigen bzw. die erkannten Schwächen zu überwinden.

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